Von Grund auf neu? – Über (un)notwendige Ansätze für die Kirche der Gegenwart
«Kirche muss Gesprächspartnerin sein für Menschen und ihre Glaubenserfahrungen. Und zwar sowohl innerkirchlich als auch in der Gesellschaft. Es ist ihre Aufgabe, Spiritualität zugänglich zu machen und dazu muss sie mit den Menschen von heute in einer digitalisierten Welt in Dialog treten.» So formuliert Referent Tobias Sauer sein Grundanliegen. Er führt inhaltlich durch die Fachtagung Junge Erwachsene, welche die DAJU zum Thema Von Grund auf neu? – Über (un)notwendige Ansätze für die Kirche der Gegenwart organisiert hat.
Tobias Sauer ist katholischer Theologe, Autor von «40 Dinge, die du ausprobieren musst bevor du aufhörst zu glauben» Gründer und Geschäftsführer von ruach.jetzt. Mehrmals wirft er den Satz in die Runde «Sprachunfähigkeit der andern beginnt bei der eigenen Sprachunfähigkeit.» Und appelliert damit an die Verantwortung von kirchlichen Mitarbeitenden, sich über den Inhalt ihrer Botschaft klar zu werden und eigene Worte dafür zu finden. Denn letztlich käme es immer auf den Inhalt an, die Verpackung davon sei zweitrangig, auch im Zeitalter der Digitalisierung.
Im ersten Teil der Veranstaltung geht es um die Herausforderungen für die Glaubenskommunikation in einer digitalisierten Welt. Es geht unter anderem um die Frage der Relevanz, nämlich «Welches Problem löst mein Angebot für die Menschen, für die ich arbeite oder für die ich arbeiten will?» Oder anders pointiert: «Welches Bedürfnis der Zielgruppe spreche ich an?» Die theoretische Auseinandersetzung konkretisiert sich im zweiten Teil der Tagung mit der praktischen Umsetzung für die eigene Arbeit, konkret für den Firmweg.
Das Tagungsthema spricht Teilnehmende aus dem ganzen Bistum an. Die meisten arbeiten vorwiegend mit Jungen Menschen, es gibt aber auch andere, welche in ihrem kirchlichen Wirken vor allem mit Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu tun haben. Trotzdem besuchen sie diese Tagung mit grossem Interesse, denn – so ist man sich einig – Auseinandersetzung mit Jungen Menschen eröffnet pastorale Perspektiven und ist Kirchenentwicklung.
Für die DAJU, Stefania Fenner