praktipp beitragsbild

Unterlagen

Einleitung

Wir haben schon mehrmals über Symbole/Zeichen gesprochen.
Ein Symbol für den Heiligen Geist ist Luft/Wind/Atem.
Spannend: Im Hebräischen (ruach), Griechischen (pneuma) und Lateinischen (spiritus) ist Atem und Geist das gleiche Wort.
Unser Atem ist ein Geheimnis und tiefes Symbol. Atmen bedeutet Leben. Es ist Gott, der uns atmen lässt. Mit jedem Atemzug atmen wir also Gottes Geist, den Heiligen Geist ein.
Das Erste in unserm Leben ist einatmen, das Letzte ist ausatmen.
Wir können willentlich atmen, sehr oft aber „atmet es in uns“.
Sich diesem Rhythmus des Ein- und Ausatmens zu überlassen, sammelt und löst sehr.
Da kommen die Gedanken und Gefühle noch mehr zur Ruhe.

Das möchten wir nun zusammen ausprobieren, in einer Meditation

  • Lass dich darauf ein.
  • Sei nur bei dir.
  • Wenn es nicht geht verlässt du ganz still den Raum, damit du niemanden stören musst!
 

Anleitung zur Meditation

Leg dich bitte bequem auf den Boden (oder sitzend)
Schliesse die Augen und lockere deine Muskeln.
Wenn deine Augen geschlossen sind,
wirst du bemerken, dass deine anderen Sinne stärker werden.
Sollten Gedanken auftauchen oder Geräusche im Außen auftreten, schenke diesen keinerlei Beachtung sondern geh einfach mit deiner Aufmerksamkeit zurück zum Atem, sei ganz mit dir im Hier und Jetzt und bleibe eine Weile in diesem wunderbaren Gefühl.

Konzentriere dich jetzt auf dein Gehör.
Nimm ganz bewusst die Geräusche um dich herum wahr
Die Musik, das Rascheln der Kleidung, die Atemgeräusche der andern.

Nun versuche die Stille, die hinter all den Geräuschen existiert wahrzunehmen
Diese Stille, die immer vorhanden ist,
die aber oft verdeckt wird.
Manchmal kann man die Stille mehr spüren als hören.
Es ist eine besondere Wahrnehmung, die Stille erkennt.

Suche jetzt nach diesem Augenblick der Stille
und stell dir vor, du könntest sie in deinen Körper leiten.

Konzentriere dich jetzt auf deinen Atem.
Spüre wie er ruhig kommt und geht.
Atme tief ein, ganz tief, und lass beim Ausatmen alles Schwere raus und los.
Lass die ganze Luft dabei herausfließen.
Dasselbe machst du gleich noch einmal, tief einatmen und all das Belastende kräftig ausatmen.
Und noch einmal tief einatmen und mit einem ausatmenden Seufzer alles loslassen.

Atme ruhig und entspannt weiter
und lass den Atmen kommen und gehen.
Fühle, wie sich dein Körper mit jedem Ausatmen mehr und mehr entspannt

Richte jetzt die Aufmerksamkeit auf deinen Körper
und entspanne ihn nach und nach.

Zuerst das Gesicht: fühle und entspanne deine Augenlider,
lass sie ganz schwer werden. Entspanne deine Stirn,
deine Wangen, deinen Mund und fühle wie dein Mund ganz locker wird.

Atme ruhig weiter und entspanne deine Brust,
fühle wie die Anspannung in deinem Nacken sich lockert
und ebenso die Anspannung in den Schultern nachlässt;
deine Schultern sind ganz schwer und lassen los.
Deine Arme werden nun ganz schwer,
deine Hände ruhen leicht auf deiner Unterlage.

Entspanne deinen Rücken und lasse jegliche Anspannung einfach los.
Mit jedem Ausatmen gibst du mehr und mehr Gewicht an die Unterlage ab.
Atme ein und fühle wie sich dein Bauch sich beim Ausatmen entspannt.

Geh mit der Aufmerksamkeit auf deine Beine und Füße.
Fühle wie auch diese immer schwerer und schwerer werden.
Gehe mit deinem Gefühl zu deiner Nase und beobachte,
wie dein Atem durch die Nase ein und und durch den Mund ausfließt.
Atme ganz sanft ein, versuche aber nicht deinen Atem zu kontrollieren.
Und nun atme weiter durch die Nase ein und durch den Mund aus,
lass es dir dabei richtig gut gehen und bleibe mit deiner gesamten Aufmerksamkeit bei deinem Atem.

Spüre, wie sich die Augenlieder entspannen und sich diese Entspannung auf den ganzen Körper ausbreitet. Du bist jetzt tief entspannt fühlst dich wohl und zufrieden.
Stell dir nun einen idealen Entspannungsort vor, richte dir den Ort so ein, dass er zu deinem Ort wird, den du immer wieder besuchen kannst. Sei es am Meer, in den Bergen oder im Wald, ob es den Ort schon gibt oder du ihn dir gerade jetzt ausgedacht hat, spielt keine Rolle, es ist dein Ort.
Ich lasse dir nun Zeit die Harmonie des Ortes zu spüren. Ich sage eine Weile nichts mehr. Wenn ich wieder etwas sage, ist es, als wäre an diesem Ort eine Stunde Zeit vergangen.

Mehrere Minuten Pause

Spür wie der Atem deinen ganzen Körper erfüllt, sich ausbreitet, sich Raum nimmt.
Ich spreche nun ein paar Sätze, sprich sie wenn möglich innerlich nach.
Gott hat mir den Atem geschenkt.
Mein Atem erfüllt mich ganz.
Ich brauche den Atem zum Leben.
Ich bin ein Geschenk für diese Welt.
Ich bin so, wie ich bin.
Ich bin geliebt, werde geliebt und liebe.
Deine Liebe erfüllt mich ganz.
Ich bin einzigartig und einmalig.
Ich darf so sein, wie ich bin.
Ich genüge.
So, wie ich bin, bin ich wertvoll.
Dein Geist will bei mir zu Hause sein.

Komme jetzt mit deiner Aufmerksamkeit wieder zu deinem Körper zurück.
Nimm die Umgebung bewusst wahr
Die Musik, meine Stimme
Nimm deinen Körper wahr, wie er auf dem Boden liegt.
Es ist Zeit, den Körper wieder zu aktivieren,
ihn zu bewegen
sich zu strecken,
zu gähnen,
die Augen zu öffnen.

 

Autorin: Marlene Wirth