„Vielfältig leben – vielfältig glauben“
26. März 2026, Flawil
Rund 40 Teilnehmende aus dem Bistum St. Gallen sowie der Evangelisch-reformierten Kantonalkirche St. Gallen trafen sich am 26. März 2026 in Flawil zur Fachtagung „Vielfältig leben – vielfältig glauben“.
Im Zentrum der Tagung stand die Frage, wie Kirche mit queeren jungen Menschen unterwegs sein kann und welche Haltungen und Kompetenzen dafür notwendig sind.
Den Auftakt machte Julia Schmid, Sexualpädagogin der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen, mit einem fundierten Fachreferat. Sie vermittelte Grundlagen zu LGBTQIA+, thematisierte Geschlechternormen sowie gesellschaftliche Stereotypen und Vorurteile und zeigte Zusammenhänge zur psychischen Gesundheit auf. Mit grossem Fachwissen und viel Fingerspitzengefühl führte sie die Teilnehmenden durch den Vormittag und schuf einen offenen und reflektierten Lernraum.
Kurz vor dem Mittag ordnete Arnd Bünker das Thema theologisch ein und eröffnete damit eine Perspektive auf die kirchliche Auseinandersetzung mit Vielfalt und Identität.
Am Nachmittag folgte eine vertiefte theologische Auseinandersetzung mit dem Thema, gestaltet von Lara Kneubühler und Arnd Bünker. Die Teilnehmenden setzten sich intensiver mit theologischen Fragestellungen auseinander und diskutierten unterschiedliche Zugänge und Positionen.
Zum Abschluss des inhaltlichen Teils stand der Praxistransfer im Fokus. In berufsbezogenen Gruppen reflektierten die Teilnehmenden die gehörten Inhalte und entwickelten konkrete Überlegungen für ihre eigene Praxis. Dabei wurde sichtbar, welche Konsequenzen sich für den jeweiligen Arbeitsalltag ergeben und wie eine sensible und unterstützende Begleitung queerer junger Menschen gestaltet werden kann.
Die Fachtagung wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt. Sie bot Raum für Lernen, persönliche Auseinandersetzung und fachlichen Austausch. Gleichzeitig wurden bestehende Haltungen hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet. Besonders spürbar waren das grosse Engagement und Herzblut aller Beteiligten für ein inklusives und vielfältiges kirchliches Miteinander.
Für die DAJU, Claudia Vetsch